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„Nach Beeeeelgien?!…

2014
08.18

flandern55… Waswissudadenn?!! Was kann man denn…, also, was gibt’s denn dort…, ich bin da mal durch gefahren…, nee?, oder?“
Das war eine der ausführlicheren Reaktionen auf meine diesjährigen Reisepläne. Meistens beschränkte es sich auf ein „mmm, aha…“. Die Antworten auf die Frage, was man denn von Belgien so wisse oder kenne, begannen fast alle mit Pommes Frites, „ja, und, äähh…“, um sich dann bestenfalls in Tim und Struppi, der EU in Brüssel und einem Kindermörder zu erschöpfen. Leider waren meine Kenntnisse über Belgien ähnlich rudimentär, bevor ich mich an die Reiseplanung machte. Vorher war es eben nur dieses kleine Land, wo man durch musste, wenn man nach Frankreich will. Hässliche Autobahnen und die Küste mit genau so hässlichen Betonburgen zugepflastert.
Dabei braucht man wirklich nur mal kurz stehenbleiben und den Kopf heben und man sieht ein Land voller europäischer Geschichte und Geschichten, Landschaften ebenso malerisch wie bizarr, Städte wie Puppenstuben, Freundlichkeit und Genuss an jeder Ecke. Und das sind nur die Eindrücke, welche ich an einem Tag der letztjährigen Urlaubstour sammeln konnte. Ein Tag, einmal quer von West nach Ost, reichte, um mich anzufixen.
Die Reise führt von Aachen den Albert-Kanal entlang über Hasselt nach Antwerpen, Gent und Brügge. Da 2014 ein besonderes Jahr im deutsch-belgischen Verhältnis ist, werde ich die Flandern Fields besuchen. In Brüssel am Manneken Pis und der Nato vorbei nach Leuven und Diest um dann entlang der Maas im niederländischen Maastricht zu landen.
Das Rad ist auf 26 Zoll umgebaut und diesmal deutlich komfortabler. Neue Taschen sind auch wieder am Start. Letztes Jahr hatte ich ja eine 1,5-Liter Trinkblase mit dabei. Das hat sich ganz gut gemacht und kommt auch diesmal mit.
Das Zelt und das Campingzeug bleibt zu Hause. Ich übernachte überwiegend privat. Dazu habe ich mich bei der Stiftung Vrienden op de Fiets angemeldet. Es ist zwar etwas aufwändig, die Leute vorab per Mail zu kontaktieren, die Absagen und Zusagen zu koordinieren und die Reiseroute anzupassen, aber dafür ist es sehr günstig und wird bestimmt interessant. Ich bin wirklich sehr gespannt, auf welche Leute man da trifft.
So, dann esst mal alle schön eure Teller leer, damit ich schönes Wetter habe. Bis jetzt laufen die Vorhersagen ja in Etwa auf „nicht völlig beschissen“ hinaus. Da ist noch Luft nach oben.